Quotes

A collection of quotes by old Karate masters. - Translated into German, but for some the English version is given as well.

Gichin Funakoshi

Karate-Do Kyohan

  • Karate-Do Kyohan, S. 8

    In allem Budo, und nicht nur im Karate, unterscheiden sich die Interpretationen der Kunst durch die Trainierenden je nach der Interpretation ihrer Lehrer. Überdies ist es selbstverständlich, dass Abweichungen in der Ausdrucksweise wiederum charakteristisch für jeden Einzelnen sind.

    – In all budo, and not just karate, interpretations of the art by those who are training differ according to the interpretations of their instructors. Moreover it goes without saying that variations in expression are characteristic of each individual.

  • Karate-Do Kyohan, S. 11

    Es liegt im Wesen des Karate, dass es vom Körper verlangt, sich an alle Richtungen zu bewegen, im Gegensatz zu, zum Beispiel, der Betonung der Arme beim Rudern oder der Beine beim Springen. Es gibt absolut keinen Grund sich beim Karate um einseitige Ausbildung des Körpers zu sorgen, und die Tatsache, der gleichmäßigen Ausbildung des Körpers könnte als einer der Vorteile des Karate erachtet werden.

    – The nature of karate is such that it requires the body to move in all directions, in contrast, for example, to the emphasis on the arms in rowing or the legs in jumping. There is absolutely no need for concern about one-sided development of the body in karate, and the fact of uniform development may be considered to be one of the benefits of karate.

  • Karate-Do Kyohan, S. 11f

    In den meisten Fällen benötigt man nur ein oder zwei Minuten, um eine Kata zu laufen. Darüberhinaus werden die Bewegungen mit fortschreitender Übung schneller und das Training insgesamt energischer, so dass man reichlich Leibesübung in relativ kurzer Zeit bekommt. Dies is eine ideale Form der Leibesübung [neudeutsch: Workout] für die vielen Leute heutzutage, die sich beschweren, dass sie sich gerne sportlich betätigen würden, sie aber einfach nicht die Zeit dafür hätten.

    – In most cases, only a minute or two is required to complete a kata. Moreover, as one continues to practice, the movements become quicker und the training as a whole more vigorous, so that one can get ample exercise from a relatively short period of time. This is an ideal form of exercise for the many people today who complain that they would like to exercise, but they just do not have the time.

  • Karate-Do Kyohan, S. 12

    Fast keine andere Form der Leibesübung […] kann zu jeder Zeit und an jedem Ort so einfach ausgeübt werden wie Karate. Die meisten Sportarten benötigen eine große Fläche, Ausrüstung oder einen Partner, und in dieser Hinsicht ist Karate ebenfalls die anpassungsfähigste. Keine besondere Räumlichkeit, Ausrüstung, noch nicht mal Partner sind notwendig, denn es kann im Garten ausgeübt werden, im Wohnzimmer, im Flur, zu jeder Zeit, an jedem Ort, wann immer einem gerade danach ist zu üben.

    – Almost no other form of exercise […] can be performed at any time or place as easily as karate. Most sports require a large area, equipment, or a partner, and in this regard as well, karate is the most adaptable. No specific area, equipment, or even partner are necessary, for it can be performed in a garden, living room, hallway, at any time or place that one feels the desire to practice.

  • Karate-Do Kyohan, S. 12

    Karate […] kann sogar von körperlich schwachen […] und älteren Leuten ausgeübt werden. […] Da jeder Einzelne die Übungen an seine eigene Leistungsfähigkeit anpassen kann.

    – Karate […] may even be practiced by the physically weak […] and by elderly people. […] since each individual may adjust the exercise to his own capacity.

  • Karate-Do Kyohan, S. 29

    [Grundlagentraining:] Vor dem Üben der Kata, lerne gut wie man steht und wie man tritt. Um sich innerhalb der Kata frei zu bewegen, sollte man, als Teil des regelmäßigen Grundlagentrainings (kihon), solche Techniken und Stände üben, die am häufigsten in der Kata vorkommen. […] Es ist selbstverständlich nichts dagegen einzuwenden, zusätzlich andere Techniken zu üben, die in der Kata vorkommen.

    – [Basic Training:] Before practicing the kata, learn well how to stand and how to kick. In order to move freely within the kata, one should practice, as part of the regular basic training (kihon), those techniques and stances that occur most frequently in the kata. […] There is, of course, no objection to practicing in addition other techniques found in the kata.

  • Karate-Do Kyohan, S. 29

    [Grundlagentraining:] Man sollte sollte Serien mit linker und rechter Seite abwechseln während man übt, und sich damit über die gesamte Übungsfläche arbeiten.

    – [Basic Training:] one should alternate series of left and right sides while practicing, working across the practice area.

  • Vergleiche Karate-Do Kyohan, S. 29ff

    Kihon-Techniken, die Funakoshi explizit erwähnt: KB ChokuZ ; >< ZK GB ; >< ZK GyZ über Hanmi; > OiZ über Hanmi ; >< KK ShutoU ; >< ZK AgeU

  • Karate-Do Kyohan, S. 31

    [Grundlagentraining:] Sowohl der Gyaku-Zuki als auch der Oi-Zuki sollten mit dem Gefühl geübt werden, dass der Angriff in erster Linie mit den Hüften und dem Unterleib ausgeführt, eher als mit dem Armen und Beinen.

    – [Basic Training:] Both the reverse punch and the front punch should be practiced with the feeling that the attack is executed primarily with the hips and lower abdomen rather than the arms and legs.

  • Karate-Do Kyohan, S. 37

    [Ratschläge für das Training:] Karate-Training kann sich ein ganzes Leben hinziehen, beginnend […] idealerweise im Alter von 11 bis 14 Jahren.

    – [Advice on Training:] Karate training may extend over one's entire life, beginning […] ideally in junior high school years [11-14 years of age].

  • Karate-Do Kyohan, S. 38f

    [Wie man Kata studiert:] Früher wurde erwartet, dass man etwa drei Jahre benötigte, um eine einzige Kata zu lernen, und es war üblich, dass sogar ein Experte beachtlicher Fähigkeit nur drei oder höchstens fünf Katas kannte. Kurz, man fand also, dass ein oberflächliches Verständnis vieler Katas wenig brauchbar war. Das Trainingsziel spiegelte den Leitgedanken wider, den die Worte ausdrücken: „Obwohl die Tür schmal ist, gehe tief hinein.“ I habe ebenfalls zehn Jahre studiert, um die drei Tekki-Katas wirklich zu lernen. Dennoch, da jede Kata ihre besonderen guten Aspekte hat und weil es auch Nutzen bringt eine breite Auswahl von Katas zu kennen, darf man durchaus noch einmal über den Brauch nachdenken, sich in sehr wenige Katas stark zu vertiefen. Während die Leute in früheren Zeiten tiefe Studien in engen Feldern betrieben, studieren die Leute heute breit und nicht tief. Es ist keine gute Idee dem einen oder dem anderen Weg zu folgen; es is besser den Mittelweg einzuschlagen. Aus diesem Grund habe ich die Methode angewendet, meine Schüler an die nächste Kata heranzuführen, sobald sie eine Kata gut begriffen haben, weiter bis zur fünften Heian-Kata oder dritten Tekki-Kata, und dann zur ersten zurückzukehren, um diese erneut zu üben. Hat man eine Kata erstmal gelernt, muss sie wiederholt geübt werden bis sie in einem Notfall angewendet werden kann, denn nur den Ablauf einer Kata zu kennen, ist unnütz.

    – [How to Study the Kata:] In the past, it was expected that about three years were required to learn a single kata, and it was usual that even an expert of considerable skill would only know three or at the most five kata. Thus, in short, it was felt that a superficial understanding of many kata was of little use. The aim of training reflected the precept expressed by the words, „Although the doorway is small, go deeply inward.“ I, too studied for ten years to really learn the three Tekki forms. However, since each form has its particular good points and because there is also benefit to be gained from knowing a wide selection of forms, one might well reconsider the practice of becoming deeply engrossed in very few forms. Whereas people in earlier times made deep studies of a narrow field, people today study widely and not deeply. It is not a good idea to follow one way or the other; it is better to take the middle way. For this reason, I have employed the method of advancing students as soon as they have a good grasp of a form to the next one, up through the fifth Heian form or the third Tekki form, and of then returning to the first for renewed practice. Once a form has been learned, it must be practiced repeatedly until it can be applied in an emergency, for knowledge of just the sequence of a form in karate is useless.

  • Karate-Do Kyohan, S. 39

    [Spezialfähigkeiten und Schwächen:] Ich empfehle, dass man den Schwerpunkt auf das Üben von Kata legt und erst in zweiter Linie für das Sparring trainiert [um zu vermeiden, dass man sich auf seine bevorzugten Spezialbewegungen konzentriert während man andere vernachlässigt].

    – [Special Skills and Weaknesses:] […] I recommend that one emphasize kata practice and train for sparring only secondarily [to avoid concentraiting on one's favorite special moves while neglecting others].

  • Karate-Do Kyohan, S. 40

    [Neue Katas lernen:] Da es schwierig ist, eine ganze Kata in einer einzigen Trainingseinheit zu lernen, ist es besser für denjenigen, der unterrichtet oder lernt, eine new Kata in mehrere Trainingseinheiten zu unterteilen. Zum Beispiel könnte man sie auf drei Trainingseinheiten verteilen; man nimmt die erste Hälfte in der ersten Einheit, die zweite Hälfte in der zweiten Einheit, und dann die gesamte Kata in der dritten Einheit.

    – [Learning new forms:] Since it is difficult to learn an entire form in a single session, it is better for one teaching or learning a new form to divide it into several sessions. For instance, one might distribute it over three sessions, taking the first half during the first session, the second half during the next, and then the entire form as a unit during the third.

  • Karate-Do Kyohan, S. 40

    [Neue Katas lernen:] Hat man den Ablauf einer Kata gelernt, sollte man danach beginnen, die jeweiligen Stände und Haltungen zu korrigieren, die Bedeutung jeder einzelnen Bewegung verstehen lernen, und sich darauf konzentrieren die drei Dinge anzuwenden, die leichte und schwere Anwendung von Kraft, Expansion und Kontraktion des Körpers, und schnelle und langsame Teile einer Technik in der Kata. In dieser Weise vorzugehen, sollte Interesse wecken und ein natürliches Lernen der Kata ermöglichen.

    – [Learning new forms:] Having learned the sequence of the form, one should then begin to correct the respective stances and posture, come to understand the meaning of each of the movements, and concentrate on application of the three points, the light and heavy application of strength, expansion and contraction of the body, and fast and slow parts of a technique, in the form. Progessing in this way should create interest and provide for a natural learning of the form.

  • Karate-Do Kyohan, S. 105

    Um es klar zu sagen, der beste Weg, Karate-Do zu verstehen, ist nicht nur, die Katas zu üben, sondern auch, ein Verständnis der Bedeutung zu erhalten, die jeder der Katas innewohnt.

    – To be sure, the best way to understand karate-do is not only to practice the kata but also to gain an appreciation of the meaning inherent in each of the various kata.

  • Karate-Do Kyohan, S. 105

    Du magst eine lange, lange Zeit trainieren, aber falls du lediglich deine Hände und Füße bewegst und auf- und abspringst wie eine Puppe, dann unterscheidet sich Karate-Lernen nicht sehr vom Tanzen-Lernen. Du wirst niemals den Kern der Sache erreicht haben, du wirst gescheitert sein, die Quintessenz des Karate-Do zu begreifen.

    – You may train for a long, long time, but if you merely move your hands and feet and jump up and down like a puppet, learning karate is not very different from learning to dance. You will never have reached the heart of the matter; you fill have failed to grasp the quintessence of karate-do.

  • Karate-Do Kyohan, S. 106f

    […] solange du nicht die Bedeutung jeder einzelnen Technik und Kata versteht, wirst du niemals in der Lage sein, egal wieviel auch immer du übst, all die vielfältigen Fähigkeiten und Techniken zu behalten.

    – […] unless you understand the meaning of each technique and kata, you will never be able to remember, not matter how much you practice, all the various skills and techniques.

  • Karate-Do Kyohan, S. 211

    [Partner-Kämpfe:] Sparring (kumite) ist eine Übungsform, die verwendet wird, um offensive und defensive Techniken, die man in den Katas übt, unter realistischeren Bedingungen anzuwenden. In dieser Übungsform spricht man sich vorher ab, und dann wendet einer offensive und der andere defensive Techniken an. Für einen spritzigen jungen Mann mag es schwer sein, den Zweck von Kata zu verstehen, und so wird er es interessant finden, nachdem er ein gewisses Leistungsniveau in der Kata erreicht hat, sich im Sparring auszuprobieren, falls er einen angemessenen Partner und eine geeignete Trainingsfläche finden kann. Dennoch muss betont werden, dass Sparring nicht ohne die Kata existiert, sondern um die Kata zu üben, also sollte es natürlich keinen verderblichen Einfluss vom Sparring auf die geübte Kata geben. Wenn sich jemand für Sparring begeistert, gibt es eine Tendenz das seine Kata schlecht wird. Karate sollte, um das abschließend nochmal zu sagen, geübt werden mit Kata als Hauptmethode und Sparring als unterstützende Methode.

    – [Engagement Matches:] Sparring (kumite) is a form used to apply offensive and defensive techniques, practiced in the kata, under more realistic conditions, in which by prearrangement between participants one applies offensive and the other defensive techniques. It might be difficult for a spirited young man to understand the purpose of kata, so he will find it interesting after gaining some proficiency in the kata to practice sparring if he can find an appropriate partner and a suitable training area. However, it must be emphasized that sparring does not exist apart from the kata but for the pratice of kata, so naturally there should be no corrupting inflluence on one's kata from sparring practice. When one becomes enthusiastic about sparring, there is a tendency for his kata to become bad. Karate, to the very end, should be practiced with kata as the principal method and sparring as a supporting method.

  • Karate-Do Kyohan, S. 227

    [Wurf-Techniken:] im Karate sind Schlagen, Stoßen und Treten nicht die einzigen Methoden; Wurf-Techniken und Druck gegen Gelenke sind ebenfalls enthalten.

    – [Throwing Techniques:] in karate, hitting, thrusting, and kicking are not the only methods; throwing techniques and pressure against joints are also included.

  • (Karate-Do Kyohan, S. 233)

    [Waffen und Karate-Do:] Wenn man sich durch Übung genügend Fähigkeiten angeeignet hat, sollten Schwert, Dolch, Stock und so weiter durchaus im Übungsbetrieb benutzt werden, um die Techniken gegen diese Waffen zu lernen und um sich mental gegen sie vorzubereiten. […] Wenn man sich tatsächlich einer Waffe gegenüber sieht, sind der eigene Mantel und Schuhe nützlich, und sogar ein Taschentuch oder Blatt Papier könnten wirkungsvolle Verteidigungswaffen werden, je nach deren Verwendung. Man könnte als andere Abwehrhandlungen dem Gegner ins Gesicht spucken, einen Kiai ausstoßen, mit dem Fuß aufstampfen oder in die Hände klatschen, um den Gegner abzulenken. Daher, wenn man diese Methoden im Hinterkopf behält, wird man leicht in der Lage sein, einen Gegner mit einer Waffe zu kontrollieren.

    – [Weapons and Karate-Do:] When sufficient skill has been acquired through practice, a sword, dagger, stick and so on should actually be used in practice to learn the techniques against these weapons and to prepare oneself mentally against them. […] When actually faced with a weapon, one's coat and shoes are useful, and even a handkerchief or piece of paper could become effective defensive weapons, depending upon their use. One could spit upon the opponent's face, emit a kiai, stamp one's foot or clap one's hands to distract the opponent as other means of defensive actions. Therefore, keeping in mind these methods, one will be able to easily control an opponent with a weapon.

  • Karate-Do Kyohan, S. 234

    [Selbstverteidigung für Frauen:] Die verhältnismäßige Schwäche einer Frau, die sich gegen einen kräftigeren Gegner schützen will, muss ausgeglichen werden durch ihre flinken und besonders genauen Techniken im Angreifen der Vitalpunkte. Um das zu schaffen, muss man regelmäßig üben; andernfalls mag man in Notfällen zögern oder sich aufregen und die Gefahr vergrößern statt sie zu vermeiden. Man sollte zuerst Katas und grundlegende Techniken üben und sich zu gegebener Zeit hocharbeiten zu Sparring-Übungen, wenn man erfahrener/gewandter wird. Dabei sollte man sich Situationen vorstellen, die Frauen am häufigsten begegnen, und diese fortwährend üben, so dass man einer gefährlichen Situation ohne Schaden entkommen kann.

    – [Self-Defense for Women:] The comparative weakness of a woman in protecting herself from a more powerful opponent must be offset by her quick and especially accurate techniques in attacking the vital points. In order to achieve this, one must practice regularly; otherwise, during emergencies, one might hesitate or become excited and increase the danger instead of avoiding it. One should first practice forms and basic techniques and eventually work up to sparring practice as one becomes more skillful, imagining situations that women encounter most and constantly practicing them so that in a dangerous situation one may escape without harm.

  • Karate-Do Kyohan, S. 234

    [Geheime Prinzipien:] Das geheime Prinzip der Kampfkünste ist nicht, den Angreifer zu bezwingen, sondern zu beschließen, einen Zusammenstoß zu vermeiden, bevor er passiert.

    – [Secret Priciples:] The secret principle of martial arts is not vanquishing the attacker but resolving to avoid an encounter before its occurrence.

  • Karate-Do Kyohan, S. 234

    [Geheime Prinzipien:] Soweit wegzurennen wie möglich und Schutz bei jemandem zuhause zu suchen oder um Hilfe zu rufen wären die besten Formen der Selbstverteidigung.

    – [Secret Priciples:] Running away as far as possible and seeking shelter in someone's home or shouting for help would be the best forms of self-defense.

  • Karate-Do Kyohan, S. 234

    [Geheime Prinzipien:] [Falls eine körperliche Auseinandersetzung unvermeidbar ist,] zeige keine Absicht anzugreifen, sondern zunächst lass den Angreifer unvorsichtig werden. In dem Moment greife ihn an, die eigene Kraft gebündelt in einen Hieb auf einen Vitalpunkt, und in dem Überraschungsmoment fliehe und suche Schutz oder Hilfe. […] – Wie wichtig es ist, bei dem einen Hieb gegen den Angreifer seine ganze Kraft einzusetzen und besonders genau zu treffen, kann gar nicht genug betont werden.

    – [Secret Principles:] [If a physical altercation is unavoidable] do not show any intention of attacking, but first let the attacker become careless. At that time attack him, concentrating one's whole strength in one blow to a vital point, and in the moment of suprise, escape and seek shelter or help. […] – When delivering the one blow against the attacker, the importance of using one's whole strength and being especially accurate cannot be overemphasized.

  • Karate-Do Kyohan, S. 235

    [Übungsmethoden:] Wenn man übt, sollte man sich mannigfaltige Situationen vorstellen […]. Der Angreifer mag die Handgelenke packen, Kleidung, Hals oder andere Teile des Körpers, und man muss sich aus seinem Greifversuch befreien und unmittelbar einen Gegenangriff abliefern. Was man sich also merken muss, ist die Schnelligkeit des Gegenangriffs, welcher nahezu gleichzeitig ausgeführt wird, während man sich aus dem Griff des Angreifers befreit. […] – Befreiungstechniken können benutzt werden gegen Greifangriffe von vorn, von der Seite und von hinten. Angriffe von vorne können solche Techniken beinhalten wie Greifen des Handgelenks, beider Handgelenke, des Kragens, der Haare oder Umklammerungen usw., und seitliche Angriffe wie Greifen des Handgelenks und Greifen des Halses, auch Angriffe von hinten können aus ähnlichen Techniken bestehen, etwa Greifen des Handgelenks, Greifen des Kragens, Umklammerung usw. Es mag vorkommen, dass mehrere Angreifer von beiden Seiten angreifen oder von vorn und hinten. Alle Situationen bedenkend, denke immer über solche Angriffe nach und übe die Abwehr.

    – [Methods of Practice:] When practicing, one should imagine various situations […] . The attacker may grasp the wrists, clothing, neck, or other parts of the body, and one must escape from his attempt to grasp and immediately deliver a counterattack. So the point to remember is the quickness of the counterattack, which is executed almost simultaneously while escaping from the attacker's hold. […] – Escape techniques may be used against front, side, and rear grasping attacks. Attacks from the front may include such techniques as grasping the wrist, both wrists, the collar, hair or hugging, etc., and side attacks such as grasping the wrist and grasping the neck; also attacks from the rear may consist of similar techniques such as grasping the wrist, grasping the collar, hugging, etc. There may be times when several attackers may attack from both sides or from front and back. Considering all situations, always think about and practice against such attacks.

Karate-Do - My Way of Life

  • Karate-Do - My Way of Life, S. 6

    Nach dem Ausführen einer Kata erwartete ich dann immer sein [Azatos] gesprochenes Urteil. Es war immer kurz und bündig. Falls er noch unzufrieden mit meiner Technik war, murmelte er etwas wie "Mach's nochmal," oder "Ein bißchen mehr!" Ein bißchen mehr, ein bißchen mehr, so oft ein bißchen mehr, bis der Schweiß floß und ich kurz vor dem Umfallen war: Es war seine Weise, mir zu sagen, dass es immer noch etwas zu lernen, zu meistern gab. Dann, wenn er meine Fortschritte zufriedenstellend fand, drückte sich sein Urteilsspruch in einem einzigen Wort aus, "Gut!" Das Wort war sein höchstes Lob. Bis ich es nicht mehrere Male gesprochen gehört hatte, hätte ich nie gewagt, ihn zu bitten, mit dem Unterricht einer neuen Kata zu beginnen.

    After executing a kata, I would await his [Azato's] verbal judgement. It was always terse. If he remained dissatisfied with my technique, he would murmur, „Do it again,“ or, „A little more!“ A little more, a little more, so often a little more, until the sweat poured and I was ready to drop: it was his way of telling me there was still something to be learned, to be mastered. Then if he found my progress satisfactory, his verdict would be expressed in a single word, „Good!“ That word was his highest praise. Until I had heard it spoken several times, however, I would never dare ask him to begin teaching a new kata.

  • Karate-Do - My Way of Life, S. 36

    Die Zeiten ändern sich, die Welt verändert sich, und offenkundig muüssen die Kampfkünste sich ebenfalls verändern. Das Karate, das Oberschüler heute betreiben [i.e. 1956], ist nicht dasselbe Karate, das von gerade mal zehn Jahren betrieben wurde, und es liegt wirklich weit von dem Karate, welches ich als Kind in Okinawa lernte.

    – Times change, the world changes, and obviously the martial arts must change too. The karate that high school students practice tftigeren Gegner schoday [i.e. 1956] is not the same karate that was practiced even as recently as ten years ago [1946], and it is a long way indeed from the karate that I learned when I was a child in Okinawa.

  • Karate-Do - My Way of Life, S. 37

    Ein ernstes Problem, welches heutiges Karate-Do befällt, ist meiner Meinung nach das Überhandnehmen auseinandergehender Schulen [=Stilrichtungen]. Ich glaube, dass dies der zukünftigen Entwicklung der Kunst abträglich sein wird.

    – One serious problem, in my opinion, which besets present-day karate-do is the prevalence of divergent schools. I believe that this will have a deleterious effect on the future development of the art.

  • Karate-Do - My Way of Life, S. 38

    Heutige Karate-Techniken haben die besten Eigenschaften beider Schulen [die früheren Stilrichtungen Shorei-Ryu & Shorin-Ryu] angenommen. Wiederum sage ich, genau so soll es sein. In zeitgemäßem Karate-Do ist kein Platz für unterschiedliche Schulen [=Stilrichtungen].

    – Karate techniques of the present day have adopted the best qualities of both schools [Shorei & Shorin ryu]. Again I say that this is as it should be. There is no place in contemporary karate-do for different schools.

  • Karate-Do - My Way of Life, S. 38

    Zwar habe ich schon gehört, dass man auf mich und meine Kollegen als die Shoto-Kan-Schule [Shotokan-Stil] verweist, aber ich lehne diesen Versuch einer Klassifizierung entschieden ab. Meine Überzeugung ist, dass alle diese "Schulen" ["Stilrichtungen"] in eine verschmolzen werden sollten, so dass Karate-Do ordentlich und nutzbringend voranschreiten kann in die Zukunft der Menschen.

    – Indeed, I have heard myself and my colleagues referred to as the Shoto-kan school, but I strongly object to this attempt at classification. My belief is that all these "schools" should be amalgamated into one so that karate-do may pursue an orderly and useful progress into man's future.

Beschreibungen folgender Art ziehen sich durch das gesamte Buch:

  • Karate-Do - My Way of Life, Vergleiche z.B. S. Xiii

    Karate ist eine perfektionierte Kunst der Selbstverteidigung.

    – ...this art of self defense [in it's] present state of perfection.

  • Karate-Do - My Way of Life, Vergleiche z.B. S. 105

    Karate bedeutet, Kata zu üben. Man kann dies einfach als Form der Leibesertüchtigung tun, wenn man das möchte. Aber üblicherweise sollte man mit einem Partner arbeiten, um die Bedeutung der Bewegungen zu üben und zu verstehen.

    – To be sure, the best way to understand karate-do is not only to practice the kata but also to gain an appreciation of the meaning inherent in each of the various kata.

  • Karate-Do - My Way of Life, Vergleiche z.B. S. 114

    Karate ist eine brutale und sehr gefährliche Kunst, daher bedeutet wahres Karate-Do, es nicht einzusetzen, sondern stattdessen von jeglichem Konflikt von Anfang abzusehen. Dies ist von größter Wichtigkeit.

    – ...karate is not, and never has been, merely a brutal form of self-defense. On the contrary, anyone who has truly mastered the art of karate will take care not to […] put the art to use.

The Essence of Karate

  • The Essence of Karate, S. 68

    Hierin liegt die Essenz des Karate. Wichtiger als Technik [jutsu () auf Japanisch] ist der Weg [do ()]. Gemeint ist, vom technischen Aspekt des Karate weiterzugehen zu dem Weg, den Karate an sich verkörpert. Deswegen ist das Wort Karate-Do auf Ryukyu ein etablierter Begriff, während das Wort Karate-Jutsu nicht existiert.

    Herein lies the essence of karate. More important than technique [jutsu () in Japanese] is the path [do ()]. That is to say, progressing from the technical aspect of karate to the path that karate itself represents. That is why in Ryukyu, although the word karate-jutsu does not exist, the word karate-do is an established term.

  • The Essence of Karate, S. 68

    Es gibt keinen Angriff im Karate - dies erachte ich als die Essenz des Karate-Do. Mit anderen Worten: gehe auf deinen Gegner ein, sobald er sich bewegt, ohne die Handlung einzuleiten. Derjenige, der fähig ist, in seinem Geiste Umstände zu lesen bevor sie passieren, das bevorstehende Spiel einander gegenüberstehnder Kräfte zu sehen, als hätte man Augen im Hinterkopf, ist imstande, den Pfad zum sicheren Sieg zu erkennen.

    There is no first strike in karate - this is what I deem to be the essence of karate-do. In other words, respond to your opponent once he moves, without initiating the action. He who is able to read circumstances in his mind before they transpire, to see the playing out of opposing forces yet to begin, as if with eyes behind one's back, is capable of knowing the path to certain victory.

  • The Essence of Karate, S. 69

    Vergleichbar mit Lehrbüchern für einen Studenten oder Taktik-Übungen für einen Soldaten, so sind die Kata das wichtigste Element des Karate.

    Like textbooks to a student or tactical exercises to a soldier, kata are the most important element of karate.

  • The Essence of Karate, S. 101

    Man kann sicher sagen: Karate beginnt und endet mit Kata.

    It is safe to say that karate begins and ends with kata.

  • The Essence of Karate, S. 102

    Karate ist etwas, das nicht leicht vermittelbar ist, und ohne tatsächlich eine Vorführung zu zeigen, ist es schwer zu erklären. Doch eine Eigenschaft zeichnet Karate also solches aus, nämlich dass es eben nicht kommerzialisiert oder für den Wettkampf angepasst werden kann. Hierin liegt die Essenz des Karate-Do, da es nicht mit Schutzausrüstung oder durch Vergleichswettkämpfe verwirklicht werden kann.

    While karate is not something that can be easily conveyed and is difficult to explain without presenting an actual demonstration, a characteristic that distinguishes it as karate is that it cannot be commercialized or adapted for competition. Herein lies the essence of karate-do, as it cannot be realized with protective equipment or through competitive matches.

20 Leitsätze von Funakoshi

  1. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 18

    Vergiss dies nicht, dass das Karate-Do in einer Verneigung seinen Anfang hat und mit einer Verneigung endet.

    空手道は礼に始まり礼に終る事を忘るな

    Karate-do wa rei ni hajimari, rei ni owaru koto wo wasuru na.

  2. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 22

    Im Karate ist keine Initiative.

    空手に先手なし

    Karate ni sente nashi.

  3. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 28

    Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.

    空手は義の補け

    Karate wa gi no tasuke.

  4. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 32

    Zuerst kenne Dich selbst, dann kenne andere.

    先ず自己を知れ而して他を知れ

    Mazu jiko wo shire, shikashite ta wo shire.

  5. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 36

    Herzenssache/geistige Fähigkeiten mehr als technische Fähigkeiten.

    技術より心術

    Gijutsu yori shinjutsu.

  6. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 42

    Es ist notwendig, daß das Herz loslässt.

    ODER AUCH:

    Es ist notwendig, den Geist zu befreien.

    心は放たん事を要す

    Kokoro wa hanatan koto wo yosu.

  7. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 48

    Unheil ist die Folge von Unachtsamkeit.

    禍は懈怠に生ず

    Wazawai wa ketai ni shozu.

  8. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 52

    Denke nicht: Karate nur im Dojo.

    道場のみの空手と思ふな

    Dojo nomi no karate to omou na.

  9. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 56

    Karate zu lernen/trainieren/studieren, das ist ein (ganzes) Leben.

    空手の修業は一生である

    Karate no shugyo wa issho de aru.

  10. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 62

    Mache aus absolut allem Karate! Darin liegt Schönheit/Gewinn.

    凡ゆるものを空手化せよ 其処に妙味あり

    Arayuru mono wo karate kaseyo, soko ni myomi ari.

  11. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 66

    Karate, wie heißes Wasser, kühlt wieder ab bis zum Ausgangszustand, wenn Du nicht fortwährend Energie einbringst.

    空手は湯の如し 絶えず熱(度)を与えざれば 元の水に還る

    Karate wa yu no gotoshi, taezu netsu(do) wo ataezareba moto no mizu ni kaeru.

  12. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 70

    Halte dich nicht an Gedanken des Siegens. Der Gedanke, nicht zu unterliegen, ist notwendig.

    勝つ考えはもつ(持つ)な 負けぬ考は必要

    Katsu kangae wa motsu na makenu kangae wa hitsuyo.

  13. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 76

    Aufgrund deines Feindes/Gegners nimm Anpassungen vor!

    敵に因って転化せよ

    Teki ni yotte tenka seyo.

  14. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 76

    Kampf ist der Umgang mit Geschick(Falschheit/Leere/Schwächen) und Masse(Wahrheit/Aufrichtigkeit/Klarheit/Inhalt/Substanz/Stärken).

    ODER:

    Kampf ist der Umgang mit Unvorbereitetsein und (gutem) Ergebnis.

    戦は虚実の操縦如何にあり(在り)

    Tatakai wa kyojutsu no soju ikan ni ari.

  15. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 82

    Stelle dir Hände und Füße der (anderen) Leute als Schwerter vor.

    人の手足を剣と思え

    Hito no teashi wo ken to omoeru.

  16. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 86

    Ein junger Mann, der aus dem Tor hinausgeht, kommt mit vielen Gegnern zusammen.

    ODER:

    Ein junger Mann, der die Schule seines Meisters verlässt, kommt mit vielen Gegnern zusammen.

    男子門を出づれば 百万の敵あり

    Danshi mon wo shuzureba hyakuman no teki ari.

  17. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 92

    Haltungen sind für Anfänger. Später: natürlicher Körper.

    ODER:

    Haltungen sind für Anfänger. Später: entspannte, offene Einstellung.

    構えは初心者に 後は自然体

    Kamae wa shoshinsha ni ato wa shizentai.

  18. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 102

    Kata ist die Idealform. Echter Kampf ist ein Spezialfall.

    形は正しく 実戦は別物

    Kata wa tadashiku jissen wa betsu mono.

  19. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 106

    Starke und schwache Kraft, den Körper ausdehnen und zusammenziehen, lockere und plötzliche Techniken; das alles vergiss nicht!

    力の強弱 体の伸縮 技の緩急を忘るな

    Chikara no kyojaku, tai no shinshuku, waza no kankyu wo wasaruna.

  20. The Twenty Guiding Principles of Karate, S. 110

    Immer arbeite daran, nachzudenken und neue Ideen und Verbesserungen hervorzubringen!

    常に思念工夫せよ

    Tsune ni shinen kufu seyo.

Funakoshi-Zitate aus anderen Quellen

  • Gichin Funakoshi, zitiert nach Kenei Mabuni, "Leere Hand", S. 129

    Die Besonderheit des Karate liegt darin, daß Karate genau dann Karate ist, wenn man es nicht zum Wettkampf machen oder ökonomisieren kann. Das Wesen des Karate offenbart sich gerade dann, wenn man keine Schutzkleidung oder Wettbewerbe dafür schafft.

Kenwa Mabuni

Mabuni-Zitate aus anderen Quellen

  • Kenwa Mabuni, zitiert nach Kenei Mabuni, "Leere Hand", S. 67

    Karate fängt mit der Kata an und hört mit der Kata auf.

  • Kenwa Mabuni, zitiert nach http://www.karatebyjesse.com/practise-kata-correctly-by-mabuni-kenwa/

    Im Karate ist Kata das Allerwichtigste.

    – In karate, the most important thing is kata.

  • Kenwa Mabuni, zitiert nach http://www.karatebyjesse.com/practise-kata-correctly-by-mabuni-kenwa/

    In die Kata des Karate sind jegliche Arten von Angriff und Verteidigung eingewoben. Daher muss Kata dementsprechend geübt werden, mit einem guten Verständnis ihrer Bunkai-Bedeutung.

    – Into the kata of Karate are woven every manner of attack and defense technique. Therefore, kata must be practiced properly, with a good understanding of their bunkai meaning.

  • Kenwa Mabuni, zitiert nach http://www.karatebyjesse.com/practise-kata-correctly-by-mabuni-kenwa/

    Kata korrekt zu üben – wenn man ihre Bedeutung genügend begriffen hat – ist das Wichtigste für einen Karate-Trainierenden.

    – Correctly practicing kata – having sufficiently comprehended their meaning – is the most important thing for a karate trainee.

Kenei Mabuni

Leere Hand

  • Leere Hand, S. 52

    Um von seinem Karatelehrer angenommen zu werden, mußte er [Kenwa Mabuni] einflußreiche Bürgen vorweisen und nach mehrfacher Prüfung seines Entschlusses […] einen Schwur leisten, seine Fähigkeiten in den Kampfkünsten nie zu mißbrauchen. Damals konnte man noch nicht frei seinen Lehrer wählen und einfach in einen Karateverein eintreten. Man könnte sagen, daß zu jener Zeit gewissermaßen das Karate sich die Leute aussuchte, von denen es studiert werden wollte.

  • Leere Hand, S. 66

    [Für Kenwa Mabuni] war es von besonderer Wichtigkeit, beim Lehren und Anleiten die Individualität jedes Karate-Schülers zu respektieren und zu fördern.

  • Leere Hand, S. 80f

    Die Japanische Gesellschaft für Körpererziehung hatte nach dem Zweiten Weltkrieg die Schwerttechnik dem Kendo, die Würfe dem Judo, und die Schlag- und Stoßtechniken dem Karate zugeordnet. Darüber hinaus wurden mit der Entwicklung des Karate zum Wettkampfsport viele Techniken mit einem Verbot belegt.

  • Leere Hand, S. 98

    Selbstverständlich sind sowohl die Analyse (bunkai) als auch Partnerübungen (kumite) für ein kreatives, forschendes Lernen erforderlich. Vor allem auf das bunkai, das analytische Betrachten und Üben von Aktionen bzw. Bewegungsabläufen, kommt es an. Übt man eine Kata immer nur im ganzen, wird es stets Teile geben, die man nicht versteht. Das ist wie ein Buddha ohne Seele. Die Ausführung der Kata muß duch das bunkai unterfüttert sein, nur so kann man sie wirklich verstehen.

  • Leere Hand, S. 98

    Die Kata sind selbstverständlich das wichtigste Element im Karate-Training. Aber es gibt eine Wechselbeziehung zwischen Kata und Analyse. Man muß analysieren, wenn man einen Partner hat und sich auf die Kata konzentrieren, wenn man allein übt. […] Nur mit dieser Analyse versteht man den Sinn der in den Kata enthaltenen Techniken.

  • Leere Hand, S. 121

    Auf Okinawa begann man […] sofort mit dem Training der Kata. Was ein Stoß oder Block war, wußte man gar nicht. Solche Unterscheidungen kamen einem gar nicht in den Sinn. Man übte einfach nur Kata. Es gab nur Passai-Training oder Kosokun-Training usw. – Die Ausbildung war sehr ganzheitlich auf das Fließen von Angriffs- und Verteidigungsbewegungen konzentriert.

  • Leere Hand, S. 129

    Das Budo dient der Selbstverteidigung, und mit Selbstverteidigung kann man keinen Wettkampf bestreiten.

  • Leere Hand, S. 130

    Ursprünglich, auf Okinawa, gab es im Karate keinen Wettkampf, auch nicht das, was man heute freies kumite nennt, also randori-Übungswettkämpfe, bei denen man Techniken frei einsetzen kann. Bei meinem Vater [Kenwa Mabuni] war so etwas strikt verboten. Das war auch unter Meister Funakoshi so, der damit seinen okinawanischen Lehrern folgte. Charakteristisch hierfür ist ein Vorfall an der Tokio-Universität, der sich Ende des 20er Jahre ereignete. Der dortige Karateverein schlug ein „Realkampf-Karate“ vor, bei dem auch Schutzkleidung getragen werden sollte. Meister Funakoshi lehnte das ab und veranlaßte den Rücktritt des Verantwortlichen.

Anko Itosu

10 Leitsätze von Itosu

Ein Brief aus dem Jahre 1908 von Anko Itosu, gerichtet an das Bildungsministerium und das Kriegsministerium in Japan.

Zitiert nach dem japanischen Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko.

Eine Kopie des Originaldokuments gibt's bei Wikipedia.

Es gibt auch einen englischen Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko, der eine Übersetzung der 10 Leitsätze (10 Precepts) anbietet. Eine weitere Übersetzung ins Englische hat Iain Abernethy anfertigen lassen. Eine Übertragung in Englische von Patrick McCarthy stellt Jesse Enkamp vor. Eine englische Übersetzung von Yewell "Sonny" King findet sich in seinen Facebook-Posts. Ein Artikel von Andreas Quast befasst sich speziell mit dem Begriff "Torite" in Leitsatz #6.

  • [[http://ja.wikipedia.org/wiki/糸洲安恒]] (japanischer Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko)

    Itosus zehn Leitsätze (Karate ist gut für Moral/Geist/Herz, zehn Artikel)

    Karate ist keine Sache, die dem Konfuzianismus oder dem Buddha-Weg entstammt.

    Vor langer Zeit, sagt man, wurden Shorin-Ryu und Shorei-Ryu aus China überliefert, und die beiden Strömungen entwickelten sich jeweils daraus. Den jetzigen, wahrhaftigen Zustand dieser prachtvollen Kunst soll man erhalten und nichts weiter hinzufügen, oder man riskiert die Essenz/den Schlüssel dazu.

    Deswegen wurden die Informationen in den nachfolgenden Artikeln niedergeschrieben.

    糸洲十訓(唐手心得十ヶ条)

    唐手は儒仏道より出候ものに非ず。
    往古、昭林流、昭霊流と云(ふ)二派、支那より伝来(し)たるも(の)にして、両派各々長ずる所あ(り)て、其儘(そのまま)保存して潤色を加ふ可らざるを要とす。仍而(よって)、心得の條々左記す。

    仍而(よって)、心得の條々 條條左記す。

  1. [[http://ja.wikipedia.org/wiki/糸洲安恒]] (japanischer Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko)

    Im Karate geht es nicht hauptsächlich darum, im körperlichen Training nur seinen eigenen Körper zu entwickeln.

    Zu jeder Zeit zum Wohle Deiner Vertrauten (Du/Herr, Familie) zu handeln, darum geht es; sogar sein Leben zu geben (ein ehrenwerter Tod ist hinnehmbar).

    Dem/Der Herrscher/Allgemeinheit treu verschrieben zu sein ist der Sinn bloß.
    Auf keinen Fall eine [einzelne] Person, die Dein [persönlicher] Feind/Gegner ist, bekriegen! Darin liegt der Sinn überhaupt nicht.

    Es geht also darum:
    Falls man in einem Notfall auf einen Räuber oder Raufbold treffen sollte,
    muss man womöglich Schläge austeilen.

    Aber um es noch einmal zu betonen:
    Mit Faust und Fuß soll man keine Personen verletzen; das ist das Wesentliche, wonach zu trachten sei.

    唐手は体育を養成する而己(のみ)ならず、

    何れの時君親の為めには身命をも不惜(おしまず)、

    義勇公に奉ずるの旨意(しい)にして、

    決して一人の敵と戦ふ旨意に非ず。

    就(つい)ては、
    万一盗賊又は乱法人に逢ふ時は、
    成丈(なるた)け打ちはずし(す)べし。

    盟(ちかっ)て、
    拳足を以て人を傷ふ可らざるを要旨とすべき事。

  2. [[http://ja.wikipedia.org/wiki/糸洲安恒]] (japanischer Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko)

    Ein Grund für das Karate ist, dass eine seiner Besonderheiten eine starke Muskel-Skelett-Struktur ist.

    Der Körper wird gefestigt und wird hart wie Eisen und Stein,
    und
    wer Erfahrung hat, setzt seine Hände und Füße so ein, dass sie als Ersatz für Speer und Dolch dienen.
    Natürliche Tapferkeit als Geisteshaltung hervorzubringen/zu manifestieren, wird/soll die Folge sein/ist, was mitgegeben wird/werden soll.

    Falls [das] eingeführt wird,
    falls man es also [höflichst] tun würde, es ab Grundschulalter zu üben/lernen/einzuschleifen,
    ist [dies] gewiss die Chance/Gelegenheit, [um] als zukünftige Soldaten geeignet zu sein.
    Weiter [wird man] davon profitieren, dass [es] geeignet [ist], zur Anwendung vieler weiterer Fähigkeiten/Leistungen.
    Es dürfte dann sogar eine Hilfe sein für die Zukunftsaussichten der Militärpersonal-Gemeinschaft.

    Der [superlativ] Duke of Wellington, nach dem Triumpf des Überwindens der Generation/Gesellschaft/Welt Napoleons, sagte:
    "Der heutige Kriegssieg wurde glänzend errungen auf den Spiel-Spaß-Orten [etwa Sport-Spielfelder/Spielplätze] der Schulen unseres ganzen Landes."

    Spricht dieses Zitat doch gewiss eine Wahrheit? Es ist überzeugend!

    唐手は専一に筋骨を強(く)し、
    体を鉄石の如く凝(り)堅め、
    又、
    手足を鎗鋒(そうほう)に代用する目的とするものなれば、
    自然と勇武の気象を発揮せしむ。

    就ては、
    小学校時代より練習致させ候はば、
    他日兵士に充るの時、
    他の諸芸に応用するの便利を得て、
    前途軍人社会の一助にも可相成と存候。

    最もウエルリントン侯がナポレオン一世に克(よ)(く)捷(しょう)せし時、
    曰(く)、
    今日の戦勝は我国各学校の遊戯場に於て勝てると云々。

    実に格言とも云ふ可き乎。

    Das Zitat von Wellingten ist verbreitet als: The Battle of Waterloo was won on the playing fields of Eton.

    Wikipedia(EN) bemerkt dazu: He then enrolled at Eton, where he studied from 1781 to 1784.[13] His loneliness there caused him to hate it, and makes it highly unlikely that he actually said, The Battle of Waterloo was won on the playing fields of Eton. Moreover, Eton had no playing fields at the time.

    Wikiquote(EN) führt das Zitat als "misattributed".

  3. [[http://ja.wikipedia.org/wiki/糸洲安恒]] (japanischer Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko)

    Im Karate, sagt man, sei es schwierig, Reife/Beschlagenheit schnell zu erlangen.
    Es heißt:
    „Ein Ochse schreitet langsam voran. Schließlich wird er eine große Entfernung (4000km) dennoch erreichen, oder?“ Diesem Sinnspruch ähnlich [gilt]:
    Jeden Tag einen Zeitraum der Größenordung von 1, 2 Stunden Energie hineingeben, Training auf sich nehmen – wenn man das tut,
    über einen Zeitraum von 3, 4 Jahren, dann,
    [verglichen] mit einem normalen Menschen, wird die Statur (Skelett-Zustand) anders.
    Karates innerste Geheimnisse meistern [können] solche Personen.
    Meistens jedenfalls dürfte das das Ergebnis sein, wenn [man sich] derart betätigt.

    唐手は急速には熟練致し難く、
    所謂、
    牛の歩の寄りうす(遅)くとも、終に千里の外に達すと云ふ格言の如く、
    毎日一、二時間位、精入り練習致し候はば、
    三、四年の間には、
    通常の人と骨格異り、
    唐手の蘊奥を極める者、
    多数出来可致と存候事。

  4. [[http://ja.wikipedia.org/wiki/糸洲安恒]] (japanischer Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko)

    Um im Karate Faust-und-Fuß-Verständnis [zu erlangen], braucht man natürlich Übung;
    vor allem regelmäßig am Makiware reichlich trainieren;
    abgesenkte Schultern,
    geöffnete Lungen,
    Stärke aufnehmen
    und
    mit den Füße gleichermaßen stark fest auftreten, im Tanden (Körperschwerpunkt unterhalb der Bauchnabels) das Ki (Geist/Herz/Intention) etwas herabgesenkt lassen;
    [das/so] ist zu trainieren.

    [Mit] allerhöchstem Maß, [mit] jeder Hand bis zu 100-, 200-mal zustoßen – diese Sache ist zu tun.

    唐手は拳足を要目とするものなれば、
    常に巻藁にて充分練習し、
    肩を下げ、
    肺を開き、
    強くカを取り、
    又、
    足も強く踏み付け丹田に気を沈(め)て、
    練習すべき。

    最も度数も片手に一、二百回程も衝くべき事。

  5. [[http://ja.wikipedia.org/wiki/糸洲安恒]] (japanischer Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko)

    Im Karate stellt man sich in dieser Art und Weise auf:
    Insbesondere eine gerade/aufgerichtete Lendenwirbelsäule/Hüfte,
    abgesenkte/lockere Schultern,
    [Stärke] holen/aufnehmen,
    besonders die Füße mit Kraft niederdrücken,
    im Tanden (Körperschwerpunkt unterhalb der Bauchnabels) das Ki (Geist/Herz/Intention) etwas herabgesenkt lassen.
    Oben undnde und F unten zieht man zusammen, um auf diese Weise [den Körper] zu höchster Festigkeit/Stabilität zu verdichten. Dies zu tun ist der Dreh- und Angelpunkt.

    唐手の立様は、
    腰を真直に立て、
    肩を下げ、
    カを取り、
    足に力を入り踏立て、
    丹田に気を沈め、
    上下引合する様に凝(り)堅も(め)るを要とすべき事。

  6. [[http://ja.wikipedia.org/wiki/糸洲安恒]] (japanischer Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko); [[http://ryukyu-bugei.com/?p=2178]] (Ein Artikel von Andreas Quast zum Begriff "Torite" in diesem Zusammenhang)

    Im Karate die vordergründige Technikausführung in großer Zahl zu trainieren, ist eine Sache.
    Nacheinander zu jeder einzelnen Bewegung die Bedeutung zu hören [in] mündlicher Überlieferung,
    [und] diesbezüglich jeweils zu entscheiden, in welchen Situationen sie anzuwenden sind, diese Entscheidung ist die andere Sache, die fortlaufend zu trainieren ist.

    Darüberhinaus [gilt]:
    Hineingehen, annehmen, sich loslösen,
    [und] Greiftechniken – solcherlei Methoden kommen vor darin.

    Auch diesbezüglich [gibt es der] mündlichen Überlieferungen viele – eine weitere Sache [die es zu lernen gilt].

    唐手表芸は数多く練習し、
    一々手数の旨意を聞き届け、
    是は如何なる場合に用ふべきかを確定して練習すべし。

    且、
    入受はずし、
    取手の法有レ之。

    是又口傳多し。

  7. [[http://ja.wikipedia.org/wiki/糸洲安恒]] (japanischer Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko); [[http://ryukyu-bugei.com/?p=2178]] (Ein Artikel von Andreas Quast zum Begriff "Torite" in diesem Zusammenhang)

    Was Karates vordergründige Technikausführung angeht,
    [so geht es] dabei darum, ob [man sie] zur Leibesertüchtigung geeignet verwendet,
    [oder ob man sie] darüberhinaus/andererseits,
    zum Hervorbringen von Anwendungen geeignet verwendet
    – dazu zunächst eine Entscheidung [treffen] und [erst] dann trainieren, so sollte [man es] machen.

    唐手表芸は、
    是れは体を養ふに適当するか、
    又、
    用を養ふに適当するか
    を予て確定して練習すべき事。

  8. [[http://ja.wikipedia.org/wiki/糸洲安恒]] (japanischer Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko)

    Während der Karate-Trainingszeiten, mit [demselben] Feuereifer [als ob man] ins Schlachtfeld hinausgeht,
    [und] einem stechernden/wütenden Blick,
    die Schultern senken,
    die Körperhaltung festigen.
    Darüberhinaus:
    Nimm an und stoße zu [in jedem] Moment als ob du wie in der Wirklichkeit die Hand des Feindes annähmest.
    Darüberhinaus:
    Falls [man] immer in der Art und Weise trainiert, dass [man] mit der Sichtweise des Feuereifers auf einen Gegner trifft,
    [dann wird] unübliche Natürlichkeit auf dem Schlachtfeld
    gleichzeitig hervorgebracht werden.
    Besondere Beachtung sollte [man] dieser Sache [widmen].

    唐手練習の時は戦場に出る気勢にて、
    目をいからし、
    肩を下げ、
    体を堅め、
    又、
    受けたり突きたりする時も現実に敵手を受け、
    又、
    敵に突当る気勢の見へる様に常々練習すれば、
    自然と戦場に其妙(そのみょう)、
    相現(あいあら)はるものになり、
    克々(よくよく)注意すべき事。

  9. [[http://ja.wikipedia.org/wiki/糸洲安恒]] (japanischer Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko)

    Was das Karate-Trainieren angeht, [so gilt]:
    Falls die Körperkraft unangemessen wird durch ein Zuviel an übertriebenem Stürmischsein/Selbstüberforderung/Angeberei, dann
    steigt das Ki (Geist/Herz/Intention) letzlich in den oberen Teil [des Korpers], das Gesicht errötet,
    und auch
    die Augen erröten.
    Ein Gesundheitsschaden könnte sich daraus ohne Weiteres ergeben.
    Allergrößte Beachtung sollte [man] dieser Sache [widmen].

    唐手の練習は、
    体力不相応に余りカを取(り)過しければ、
    上部に気あがりて面をあかみ(め)、
    又、
    眼を赤み(め)、
    身体の害に成るものなれば、
    克々注意すべき事。

  10. [[http://ja.wikipedia.org/wiki/糸洲安恒]] (japanischer Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko)

    Karate-Experten
    aus alten Zeiten hatten häufig ein sehr langes Leben.

    Dessen Ursprung erklärt sich dadurch dass, [ihre Übungen]
    dem Körperbau Entwicklung verschafften,
    die Verdauungsorgane unterstützten,
    [als auch] dem Blutkreislauf gut taten.
    Ein sehr langes Leben ist, was viele dieser Leute aufgrund [dessen hatten].

    Daher nehme ich [folgenden] Standpunkt ein:
    [Falls] von nun an
    Karate als Fundament der Leibeserziehung ab der Grundschulzeit in den Schulunterricht aufgenommen wird [und man] ausgedehnt/weit und breit zu trainieren beginnen lässt, dann
    [wird es] nach und nach dafür sorgen, dass jede einzelne Person [mit] reiflicher Übung gegen 10 Personen den Sieg erringen [kann]; [für] Kameraden so viele wie Sand am Meer (lit. Sumpf-Berg = viele) [wird es] sorgen. Das [wird] ein Ergebnis [sein], wenn [man sich] derart betätigt.

    唐手熟練の人は、
    往古より多寿なるもの多し。

    其原因を尋るに、
    筋骨を発達せしめ、
    消化器を助け、
    血液循環を好くし、
    多寿なる者多し。

    就ては、
    自今以後、
    唐手は体育の土台として小学校時代より学課に編入り広く練習致させ候はば、
    追々致二熟練一一人にて十人勝つ輩も沢山可レ致二出来一と存候事。

  • [[http://ja.wikipedia.org/wiki/糸洲安恒]] (japanischer Wikipedia-Artikel zu Itosu Anko); [[http://de.wikipedia.org/wiki/60-Jahre-Zyklus#4._Teilzyklus_1900_bis_1911]] (deutscher Wikipedia-Artikel zum chinesischern 60-Jahre-Zyklus)

    Nachsatz/Epilog

    Den [in den] obenstehenden 10 Artikeln [aufgeführten] wesentlichen Ideen folgend [glaube ich]:
    [Wenn] an der Lehrer-Mittelschule das Training aufzunehmen veranlasst wird,
    [und] zukünftige Lehrer [nach] ihrer Graduierung in jedem Ort an den Schulen Lehrkraftstellen annehmen,
    [und sie], die Detailverkündigung besonders beachtend, [diese] Erörterung(en) in jedem Ort an den Grundschulen mit genauer Instruktion voranzubringen beauftragt werden, dann
    [wird es] in weniger als 10 Jahren im gesamten Land allgemein Verbreitung finden, das ist (die) eine Sache.
    Den Menschen in der Prefektur [Okinawa] und der Nation [Japan insgesamt] würde es körperlich guttun, doch nicht nur [das], sondern zusätzlich
    [würde es] dem Militärpersonal [und] der Gesellschaft eine Hilfe in gleichem Maße [sein]. – Es wäre mir eine Ehre, wenn [Sie] meine Niederschrift, die [ich Ihnen] hiermit zukommen [lasse], Ihrer sehr geschätzten Prüfung einmal unterziehen würden.

    Meiji 41, Jahr des Erdaffen, 10. Mond (Oktober 1908), Itosu Anko/Yasutsune

    後文

    右十ヶ條の旨意を以て、
    師範中学校に於て練習致させ、
    前途師範を卒業各地方学校へ教鞭を採るの際には、
    細敷御示論各地方小学校に於て精密教授致させ候はば、
    十年以内には全国一般へ流布致し、
    本県人民の為而己(のみ)ならず、
    軍人社会の一助にも相成可申哉と筆記して備二高覧一候也。

    明治四十一年戌申十月 糸洲安恒

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